Gottesdienst in Zeiten von Corona | #schwarmpredigt

In Köln dürfen keine Gottesdienste gefeiert werden. Also nicht mit Menschen in der Kirche. Die einen streamen Geistergottesdienste, die anderen halten Andachten auf Instagram und sonstwo im Netz. All das ist wunderbar und muss nicht auch noch von mir gemacht werden – so gut wie @StHenkel kann ich das eh nicht. Und doch sitze ich sonntags da und fühle mich komisch, denn ich kann meiner Aufgabe nicht nachkommen, den Menschen in Zeiten von Corona Trost zu spenden.

Ich hab mich gefragt, was ich tun will, hab mich gegen Streamen entschieden – und habe gleichzeitig wahrgenommen, dass nicht nur ich diese Untätigkeit belastend finde. So viele Menschen haben das Bedürfnis, mehr zu tun als daheim zu sitzen und abzuwarten.

Warum also nicht die Menschen den Gottesdienst machen lassen? Ich habe sie angeschrieben, habe sie gebeten, einen Trostvers einzusprechen – den Trostvers schlechthin. Denn in Zeiten wie diesen brauchen wir Kraft, Liebe – und vor allem Besonnenheit. Und wir brauchen das Gefühl, zumindest ein wenig tun zu können gegen die merkwürdige Beklemmung im Land.

Rausgekommen ist eine #schwarmpredigt. Ein gegenseitiges Mitzusprechen, ein Verkündigen, ein Trösten mit der Aussicht auf Seinen Beistand. Gepredigt von den Menschen aus der Gemeinde.

Ihnen tat das gut, und den hunderten, die es bislang gesehen haben, sicher auch. Win win. Was will man mehr von einem Gottesdienst?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

Nach oben ↑